Hochzeitsrede Tipps
Es darf gelacht werden!
Eine Hochzeitsrede zu halten, ist nun mal eine Herausforderung für sich: Denn als Rednerin oder Redner ist es Ihre Aufgabe, mit Ihrer Ansprache für gute Stimmung zu sorgen – und dabei nicht nur zu amüsieren, sondern auch der Bedeutung des großen Tages gerecht zu werden. Das ist ein Balanceakt, der Ihnen nur mit Fingerspitzengefühl und einer guten Vorbereitung Ihrer Hochzeitsrede gelingt.
Als erfahrene Redenschreiberin und Reden-Coach unterstütze ich Sie gerne dabei und liefere Ihnen für Ihre Hochzeitsrede Tipps, mit denen garantiert nichts schiefgehen kann.

Hochzeitsrede Tipps: Diese Fettnäpfchen sollten Sie unbedingt vermeiden!
Um die Hochzeitsgesellschaft mit Ihrer Rede zu unterhalten, sind Anekdoten über die beiden frisch Getrauten eine gute Wahl. Und je witziger die Geschichten sind, desto besser ist es. Doch Vorsicht! Nicht über alles, was Sie persönlich lustig finden, können auch das Brautpaar und die Hochzeitsgesellschaft herzhaft lachen. Hier lauert akute Fettnäpfchen-Gefahr bei Ihrer Hochzeitsrede.
Peinlichkeiten preisgeben
Einer der größten Fehler, der bei einer Hochzeitsrede gemacht werden kann, ist ungeniert aus dem Nähkästchen zu plaudern. Das Risiko, dass dabei auch Peinlichkeiten preisgegeben werden, ist groß. Die Stimmung sinkt dann schnell in den Keller.
Welche Anekdoten Sie in Ihrer Hochzeitsrede erzählen, sollten Sie sich deshalb genau überlegen. Wählen Sie nur die wirklich besten Geschichten aus dem Leben der Brautleute aus – und davon nicht zu viele, denn auch für eine Hochzeitsrede gilt:
In der Kürze liegt die Würze. Halten Sie sich bei Ihrer Auswahl stets an die Regel: Peinliches oder allzu Persönliches ist bei Ihrer Hochzeitsrede tabu.
Anspielungen, die ausschließlich Insider verstehen, sollten Sie sehr sparsam dosieren. Sonst wird Ihre Rede für alle, die nicht eingeweiht sind, schnell rätselhaft und langweilig.
Die Rede zu einseitig ausrichten
Sie sind die Trauzeugin der Braut, mit der Sie schon seit dem Kindergarten befreundet sind?
Sie haben mit dem Bräutigam schon die Schulbank gedrückt und stehen ihm nun als sein Trauzeuge zur Seite?
Wenn Sie eine Hochzeitsrede halten, stehen Sie meist einem Teil des Brautpaars näher – und wissen über diese Person im Vergleich zur anderen viel mehr zu erzählen. Das gilt insbesondere für die Eltern des Brautpaars.
Doch achten Sie unbedingt darauf, dass Sie Ihre Rede aufgrund dieses Wissens und Ihrer emotionalen Nähe nicht zu einseitig ausrichten.
Bedenken Sie: Das Brautpaar hat gerade den „Bund fürs Leben“ geschlossen, die beiden gehören nun offiziell zusammen. Das sollte auch in Ihrer Rede deutlich werden.
Mit Gefühlen und Ratschlägen übertreiben
Dosieren Sie den Humor in Ihrer Hochzeitsrede mit Fingerspitzengefühl, und präsentieren Sie sich nicht nur unterhaltsam, sondern auch mit ein paar tiefgründigen Gedanken. Aber Achtung! Auch hier gilt es, Maß zu halten.
Werden Sie als Brautvater in Ihrer Hochzeitsrede nicht zu pathetisch, wenn Sie darüber sprechen, dass Sie die Hand Ihrer Tochter nun in die eines anderen Mannes legen. Erheben Sie nicht den Zeigefinger, wenn Sie als Brautmutter Ehe-Ratschläge erteilen. Und werden Sie nicht zu ernst oder sentimental, wenn Sie als Trauzeugin oder Trauzeuge in Ihrer Hochzeitsrede über große Gefühle sprechen.
Sorgen Sie in Ihrer Hochzeitsrede am besten für einen gelungenen Kontrast.
Stellen Sie die heiteren Elemente den tiefsinnigen Gedanken gegenüber und sorgen Sie so für eine ausgewogene Mischung.
# 1 der Hochzeitsrede Tipps
Stellen Sie niemanden bloß und plaudern Sie keine lang gehüteten Geheimnisse oder intimen Details aus.
# 2 der Hochzeitsrede Tipps
Sprechen Sie in einem ausgewogenen Verhältnis über beide Brautleute und über das, was die beiden verbindet.
# 3 der Hochzeitsrede Tipps
Dosieren Sie Humor, Emotion und tiefgründige Gedanken mit Bedacht und Fingerspitzengefühl.
Hochzeitsrede Tipps: Wie Ihnen die richtige Mischung gelingt

Sie möchten eine unterhaltsame, individuelle Hochzeitsrede mit Applaus-Garantie halten?
Sie benötigen bei einer anderen Rede Unterstützung, zum Beispiel bei einer Geburtstagsrede, bei einer Rede anlässlich eines Firmenjubiläums oder bei einer Weihnachtsansprache im Betrieb?
Dann wenden Sie sich gerne an mich. Ich gebe Ihnen nicht nur für Ihre Hochzeitsrede Tipps, sondern bin als professionelle Redenschreiberin und Reden-Coach gerne auch bei anderen Redeanlässen an Ihrer Seite.
Es erspart Ihnen eine Menge Zeit, mit mir zusammenzuarbeiten – und Sie können sicher sein, dass Sie mit Ihrer Rede nicht nur alle Fettnäpfchen und No-Gos umschiffen, sondern auch einen Volltreffer landen werden.
Hochzeitsrede Tipps – häufige Fragen
Wer kann oder sollte eine Hochzeitsrede halten?
Traditionell war es die Aufgabe des Brautvaters, auf der Hochzeitsfeier eine Rede zu halten, da er auch der „zahlende Gastgeber“ war. Heute finanzieren viele Brautpaare ihre Feier selbst und sind daher die Gastgebenden, die mit einer Ansprache zum Beispiel die Gäste begrüßen, das Buffet eröffnen oder sich bei der Hochzeitsgesellschaft bedanken. Auch eine Liebeserklärung lässt sich wunderbar in eine Hochzeitsrede verpacken.
Dennoch ist es nach wie vor ein schöner Brauch, wenn der Brautvater auf der Feier spricht. Natürlich können auch die Mutter der Braut und die Eltern des Bräutigams eine Hochzeitsrede halten, ebenso wie die Trauzeugin und/oder der Trauzeuge. Auch Personen aus dem Freundeskreis, Verwandte, Kolleginnen und Kollegen können ein paar Worte sagen.
Allerdings sollten nur diejenigen Personen das Wort ergreifen, die der Hochzeitsfeier mit ihrer Ansprache einen echten Mehrwert verleihen. Eine Hochzeit ist schließlich ein Fest und kein langatmiger Vortragsabend.
Wie viele Reden sollten auf einer Hochzeit gehalten werden?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Auch Hochzeiten ohne Hochzeitsansprache können ein tolles und unvergessliches Ereignis sein. Es findet sich nicht immer jemand, der das Wort ergreifen will.
Mindestens eine Rede wäre jedoch gut, um den großen Tag und das bedeutende Ereignis zu würdigen. Gerne auch noch eine zweite Rede oder eine dritte – allerdings unter der Voraussetzung, dass sich die Hochzeitsreden inhaltlich nicht wiederholen. Selbst die witzigste Anekdote langweilt, wenn sie zum zweiten Mal erzählt wird.
Spätestens ab der vierten Rede sollte gut überlegt werden, ob die Reden die Feier womöglich dominieren und insgesamt zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Gäste kommen schließlich zu einem Fest und nicht zu einer Lesung oder Vortragsreihe.
Gerade bei großen Hochzeiten kann es jedoch sein, dass sich mehrere Personen berufen fühlen, eine Rede zu halten. Dann gilt es, eine Auswahl zu treffen, damit es keinen Reden-Marathon gibt, der die Hochzeitsgesellschaft vom Feiern abhält.
Um einen Überblick über die Zahl der zu erwartenden Reden zu haben, sollte es eine Ansprechperson geben, bei der sich diejenigen, die etwas sagen wollen, ankündigen – und zwar frühzeitig vor der Feier. So können auch inhaltliche Absprachen getroffen werden.
Bei sehr vielen angekündigten Rednerinnen und Rednern kann es eine Lösung sein, sich in Gruppen zusammenzuschließen und die Rede gemeinsam zu halten, zum Beispiel als Dialog. Das bringt auch Abwechslung ins Reden-Programm.
Auf jeden Fall sollte darauf geachtet werden, dass die Hochzeitsreden den zeitlichen Ablauf der Feier nicht dominieren. Deshalb gilt: Je mehr Reden auf dem Plan stehen, desto kürzer sollten die einzelnen Reden sein.
Wie lang sollte eine Hochzeitsrede sein?
Das kommt darauf an, wie viele Reden gehalten werden. Gibt es eine Hauptrede, die als einzige gehalten wird, darf diese gerne 10 Minuten dauern – 7 Minuten tun es auch, 12 sind noch in Ordnung, aber dann sollte wirklich das letzte Wort gesprochen sein.
Werden neben der Hauptrede noch ein oder zwei weitere Reden gehalten, sollten diese eine Rede-Dauer von 5 bis maximal 7 Minuten nicht überschreiten.
Auch eine 3-minütige Redezeit kann ausreichen, um mit persönlichen Worten einen Beitrag zur Feier zu leisten.
Weniger ist jedoch nicht ratsam, da eine gute Hochzeitsrede vom Inhalt lebt – und der braucht nun mal ein wenig zeitlichen Raum. Wer weniger als 3 Minuten sprechen möchte, sollte sich deshalb auf einen Trinkspruch beschränken.
Die Faustregel für die Länge von Hochzeitsreden: Je mehr Reden gehalten werden, desto kürzer sollte die einzelne Hochzeitsrede sein.
Darüber hinaus gilt für eine Hochzeitsrede natürlich auch die Grundformel für alle Arten von Reden und Ansprachen: Wenn alles gesagt ist, was des Sagens wirklich wert ist, ist Schluss. Jedes weitere Wort ist dann zu viel.
In welcher Reihenfolge sollten die Reden bei einer Hochzeit gehalten werden?
Das kommt ganz darauf an, welche Inhalte die einzelnen Reden haben. Gibt es eine Rede, mit der die Hochzeitsgesellschaft begrüßt werden soll, steht diese natürlich an der Spitze der Reden-Reihenfolge. Die Begrüßungsrede übernimmt in der Regel die Person, die auch die Gastgebenden-Rolle innehat.
Früher war das traditionellerweise der Vater der Braut, der die Hochzeit ausgerichtet und finanziert hat. Heute sind sehr oft die Brautleute selbst die Gastgebenden und übernehmen daher die Begrüßung der Gäste.
Eine Begrüßungsrede ist allerdings keine Pflicht. Entfällt sie, startet beim konventionellen Ablauf der Brautvater das Reden-Programm oder auch immer öfter die Brautmutter. Dann kommen die Eltern des Bräutigams zu Wort, als Nächstes die Trauzeugin und/oder der Trauzeuge, dann Verwandte und Personen aus dem Freundeskreis und schließlich Braut und oder Bräutigam. Die Abschlussrede des Brautpaars dient oft auch dazu, sich bei der Hochzeitsgesellschaft zu bedanken.
Je konservativer die Hochzeitsgesellschaft, desto mehr wird an dieser traditionellen Reihenfolge festgehalten – wobei nicht unbedingt alle Aufgezählten zu Wort kommen müssen.
Eine grundlegende Richtlinie für die Reihenfolge der Reden bei einer Hochzeit lautet: Je enger die Verbindung zum Brautpaar, desto früher ist die Rednerin beziehungsweise der Redner dran.
Allerdings ist es nicht zwingend, sich an diese Richtlinie zu halten. Viel sinnvoller ist es manchmal, die Reihenfolge der Rednerinnen und Redner so zu gestalten, dass es einen guten Mix ergibt.
Wenn anzunehmen ist, dass eine Person eine sehr gefühlsbetonte, getragene Rede halten wird, dann sollte danach jemand sprechen, der dynamische, unterhaltsame Worte findet. Durch den Kontrast lässt sich die Aufmerksamkeit der Hochzeitsgesellschaft länger wachhalten.
Will der Bräutigam seiner Braut mit seiner Rede eine Liebeserklärung machen (oder umgekehrt), gehört diese Rede ziemlich an den Anfang der Feier. Wird bereits ausgelassen gefeiert, ist das nicht mehr der passende Rahmen für so bedeutungsvolle Worte. Dagegen sind Reden, die die Brautleute in einer Art Spiel einbeziehen, in Party-Stimmung genau richtig.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um bei der Hochzeitsfeier eine Rede zu halten?
Beginnt eine Hochzeitsfeier mit einem Steh- oder Sektempfang, kann währenddessen bereits die erste Rede gehalten werden. Sobald sich alle Gäste versammelt haben, spricht dann zum Beispiel der Bräutigam die Begrüßungsworte oder der Brautvater hält seine Rede.
Ob das eine Option ist, hängt auch davon ab, ob der Ort des Empfangs für eine Rede geeignet ist: ob also zum Beispiel störende Hintergrundgeräusche ausgeschaltet werden können, die erforderliche Technik bereitgestellt werden kann und auch wirklich alle Gäste die Rednerin beziehungsweise den Redner sehen und hören können.
Bei einem gesetzten Essen mit einem mehrgängigen Menü können die Reden zwischen den einzelnen Gängen gehalten werden. Dabei ist wichtig, dass der Ablauf vorher mit der Küche und den Servicekräften abgesprochen wird. Eine Rede mag noch so gut und unterhaltsam sein: Sie entschädigt nicht für eine kalt gewordenes Hauptgericht oder ein dahingeschmolzenes Dessert.
Wichtig ist auch, dass vor der Rede die Hintergrundmusik ausgeschaltet wird, und womöglich muss auch die Beleuchtung entsprechend angepasst werden. Außerdem sollte während der Rede kein Service stattfinden. Da viele Reden mit einem gemeinsamen Toast enden, sollten die Servicekräfte die Gläser noch einmal nachschenken, bevor die Rednerin oder der Redner sich erhebt und zu sprechen beginnt.
Das gilt auch für Reden, die nicht zwischen den einzelnen Gängen gehalten werden, weil es zum Beispiel ein Buffet gibt oder die Reden erst für die Zeit nach dem Essen eingeplant sind.
Gibt es ein Buffet, kann die Rede der Braut oder des Bräutigams zum Beispiel mit der Eröffnung des Buffets verbunden werden.
Während sich die Gäste vom Buffet bedienen und essen, sollten keine Reden gehalten werden, da zu viel Unruhe herrscht. Die Reden sind hier also auf den Zeitpunkt zu verlegen, zu dem wieder etwas Ruhe eingekehrt ist. Wird ein separates Nachspeisen-Buffet aufgebaut, ist vor der Eröffnung des Buffets ein guter Zeitpunkt für eine Ansprache.
Ist die Hochzeitsgesellschaft bereits in ausgelassener Partylaune, ist der günstigste Zeitpunkt für eine Hochzeitsrede verpasst. Dann fehlt es – aus den unterschiedlichsten Gründen – an der Aufmerksamkeit, die die Gäste der Rednerin oder dem Redner schenken sollten.
Wird auch nach einer standesamtlichen Hochzeit eine Hochzeitsrede gehalten?
Ja, auch nach einer standesamtlichen Heirat werden Reden gehalten – und das nicht nur, wenn keine zusätzliche kirchliche Hochzeit oder freie Trauung stattfindet.
Will jemand sowohl auf der Feier nach dem Standesamt als auch im (meist größeren) Gästekreis nach der kirchlichen Hochzeit oder freien Trauung sprechen, ist es tabu, dieselbe Rede noch einmal zu halten. Die Inhalte der Reden sind dann so aufzuteilen, dass den Gästen Wiederholungen erspart bleiben.
Für den meist kleineren, sehr vertrauten Gästekreis nach der standesamtlichen Trauung können zum Beispiel persönlichere und emotionalere Inhalte geeignet sein als für die Gäste der großen Hochzeitsfeier.
Oft werden die Reden unter den Rednerinnen und Rednern auch aufgeteilt, sodass zum Beispiel der Vater des Bräutigams, eine enge Verwandte und der Bräutigam bei der Feier nach der standesamtlichen Heirat sprechen und der Vater der Braut, die Trauzeugin und/oder der Trauzeuge sowie die Braut auf der Feier nach der kirchlichen Hochzeit beziehungsweise freien Trauung.
Gerade wenn viele Personen angekündigt haben, dass sie eine Rede halten möchten, ist das eine gute Lösung.
Kann ich beim Halten einer Hochzeitsrede ein Manuskript benutzen?
Wenn Ihnen das Manuskript Sicherheit gibt, können Sie es gerne benutzen. Sie sollten nur darauf achten, dass Ihre Hochzeitsrede nicht abgelesen wirkt. Das lässt sich mit etwas Übung und Reden-Coaching jedoch gut trainieren.
Durch die Übung werden Sie auch immer unabhängiger von Ihrem Manuskript und können vielleicht sogar auf Stichwortkärtchen ausweichen – oder Sie haben Ihr Manuskript zwar vor sich, brauchen es aber nicht mehr.
Je mehr Ihre Rede nach freiem Sprechen klingt, desto besser. Nötigen Sie sich aber nicht dazu, Ihre Rede frei zu rezitieren, wenn Ihnen die Vorstellung Unbehagen bereitet. Eine auswendig gelernte Rede kommt nicht lockerer an als eine Hochzeitsrede, die Sie mithilfe Ihres Manuskripts vortragen.
Im Gegenteil! Wenn Sie während Ihrer Rede ständig die Angst verspüren, etwas zu vergessen oder ganz den Faden zu verlieren, sind Sie nicht nur blockiert – und so wirken Sie auch auf Ihr Publikum. Halten Sie sich also ruhig an Ihrem Manuskript fest, wenn es Sie dabei unterstützt, entspannt und authentisch aufzutreten.
Klopft man noch ans Glas, bevor man mit der Hochzeitsrede beginnt?
Manche Traditionen halten sich hartnäckig, selbst wenn immer wieder davon abgeraten wird.
Das Argument gegen das An-das-Glas-Klopfen vor einer Tischrede: Es würde souveräner und selbstbewusster wirken, als Rednerin oder Redner ohne Hilfsmittel auf sich aufmerksam zu machen. Außerdem wären weder Gläser noch Besteckteile für einen derartigen Gebrauch vorgesehen. Die Tradition würde somit gegen die Regeln des guten Benehmens verstoßen.
Das Argument dafür: Die Geste ist weithin bekannt und wird als Signal verstanden, dass die Person, die an ihr Glas klopft, um Ruhe bittet, damit sie mit ihrer Rede beginnen kann. Die Aufmerksamkeit der Anwesenden zu gewinnen ist für Rednerinnen und Redner nämlich manchmal gar nicht so leicht – vor allem bei einer größeren Hochzeitsgesellschaft, in der alle in Tischgespräche vertieft sind.
Die Lösung: Versuchen Sie zunächst, auf sich aufmerksam zu machen, ohne an ihr Glas zu klopfen. Stehen Sie dazu auf, nehmen Sie „Haltung“ an und blicken Sie in die Runde. Ziehen Sie auf diese Weise die Blicke auf sich. Wenn daraufhin Ruhe einkehrt, können Sie mit Ihrer Rede beginnen.
Falls nicht, dann sichern Sie sich eben auf die traditionelle Art die Aufmerksamkeit der Gäste und klopfen mit einem freundlichen Lächeln an Ihr Glas. Aber bitte vorsichtig, denn das Glas soll heil bleiben. Für den gewünschten Effekt ist nicht die Lautstärke des Klopfens oder des klingenden Glases entscheidend, sondern die Geste.
Alexandra Sievers
Eringerstraße 39
80689 München
Telefon: 089 60856797
Mobil: 0173 2767179
E-Mail: kontakt@alexandra-sievers.de
